Laufberichte 2017

Citylauf Dortmund am 10.09.2017

Auch der 33. City-Lauf war wieder ein schönes Viermärker Gemeinschaftserlebnis. Etliche Siege und gute Platzierungen in allen Altersklassen wurden erzielt. Petra Hillebrand wurde sogar Stadtmeisterin und Regina Wolff-Ebel Vize-Meisterin in der jeweiligen Altersklasse.

 

Alle weiteren Platzierungen sind bei den Wettkampfergebnissen zu finden.

Einrichtung des Viermärker Treffpunktes und der Kindergartengruppe St. Clemens
Einrichtung des Viermärker Treffpunktes und der Kindergartengruppe St. Clemens

Unsere jüngste Teilnehmerin Ella...
Unsere jüngste Teilnehmerin Ella...
und unser ältester Läufer Paul kurz vor dem Start
und unser ältester Läufer Paul kurz vor dem Start

Die ehemaligen Aktiven Elisabeth und Helga wünschen Paul viel Erfolg.
Die ehemaligen Aktiven Elisabeth und Helga wünschen Paul viel Erfolg.
Jörgs 1. Wettkampf nach der Teilnahme am diesjährigen Laufeinsteigerkurs
Jörgs 1. Wettkampf nach der Teilnahme am diesjährigen Laufeinsteigerkurs

Andreas - genannt Andi - ist aus Frankfurt angereist, um uns zu unterstützen.
Andreas - genannt Andi - ist aus Frankfurt angereist, um uns zu unterstützen.
Vorbereitungen zum Start in der "Viermärker Umkleidekabine" zum Lauf in nostalgischer Vereinskleidung
Vorbereitungen zum Start in der "Viermärker Umkleidekabine" zum Lauf in nostalgischer Vereinskleidung

Steffi und Katja stärken sich vor dem Lauf mit Schoko-Kuchen
Steffi und Katja stärken sich vor dem Lauf mit Schoko-Kuchen
Klaus und Regina vor dem Start
Klaus und Regina vor dem Start

Eine Viermärker Gruppe beim Fachsimpeln
Eine Viermärker Gruppe beim Fachsimpeln

Davos: Swiss Alpine Marathon, K47, neue Strecke

Auf steinigen Höhenpfaden durch das Alpenpanorama im Schweizer Kanton Graubünden

 

Nach all den Jahren von Davos, ab 2004, beim Swiss Alpine Lauf K78 war dieses Jahr eine andere Strecke angesagt.

 

Da eine neue Strecke für 2017 angeboten wurde, der K 47, habe ich mit meinen Ostberliner Lauffreund Carsten beschlossen, einmal die neue Strecke K47 ,+/-1750 Höhenmeter bei einen Zeitlimit von 10 Stunden über zwei Pässe anzugehen.

Der wohl anspruchsvollste Marathon der Alpen.

 

Samstag: 29 Juli 2017, Start 10.00 Uhr:

Sportzentrum bei super schönen Wetter, 22° und auf den Pässen 12°.

Da ich ja seit 1992, also bereits 25 Jahre, zum Kurort Davos fahre, bin ich dort schon heimisch, die Berge und Täler sowie die Landschaft, Land und Leute sind ja kein Neuland mehr. Auch die Laufstrecke habe ich bereits mehrfach durch Bergtouren oder Wanderungen erkundet.

Start des Laufes erfolgte durch den OK-Präsident Andrea Tuffi und 538 Läufer/innen gingen auf die Strecke.

Gerade unter den außergewöhnlichen Bedingungen der Alpenregion zahlt sich ein vorsichtiger Beginn des Laufes doppelt aus.

Der Streckenverlauf begann von Stadion aus mit einer kleinen Dorfrunde durch Davos, danach ging es Richtung Davoser See entlang des Golfplatzes. Am Ende der Straße begann der Berg- und Crosslauf über autonome Abschnitte im hochalpinen Gelände. Von Km 5 bis 10 auf einem Schotterweg. Bei Boden( Dischmatal) Km 8 kam die erste Verpflegungsstelle. Es gab Stilles Wasser, IsoTee und Bananen wurden gereicht.

Weiter ging es Richtung Dürrboden und zu meiner Freude, wie aus heiterem Himmel, sah ich auf einmal ein bekanntes Gesicht von Lauftreff der „Viermärker Dortmund”, Annette Bovensmann mit Begleitung. Sie wünschten uns noch einen guten Lauf in den Bergen.

Jetzt begann der Berglauf auf Pfaden mit Steinen, Wurzeln und Geröll. Bei Km 14,

VP2, Dürrboden, schaute ich das erste mal auf meine Uhr, um zu sehen wie ich im Zeitlimit liege. Streckenschluss war nach der Plantabelle um 13:40 Uhr. Also 3:40 Std. Meine Laufuhr zeigte 2:32 Std. an. Super, diese Zeit war genau wie vorher geplant, in den Bergen weiß man ja nie ob das Wetter mitspielt. Es ging weiter zum Scalettapass durch das Dischma-Tal ohne Sonnenschutz, und da ich meine Mütze im Hotel vergessen hatte, musste mein Halstuch aushelfen, was ich bei jeder Wasserstelle nass machte. Meine Beine waren heute sehr gut. Jetzt kam bei Dürrboden der Anstieg zum Scalettapass. Der Pfad war sehr ausgetreten mit vielen kleinen Steinen. Aufmerksamkeit auf dem Pfad war angesagt, jedoch war von Vorteil, dass auf der Strecke keine Schneefelder waren.

Den Scalettapass erreichte ich nach 4:50 Std. Jetzt ging es ins Tal steil bergab zum VP3, Alp Funtauna, Km 22, hier wurden zusätzlich Riegel verteilt. Über Wiesen und einem Wanderweg führte dieser Streckenteil zum Einstieg in den Sertigpass. Nun folgte der 6 Km lange Aufstieg auf einem steilen Bergpfad über viele Geröllfelder. Es waren jedoch keine Schneefelder zu überqueren, was das Gehen sehr vereinfachte. Kurz vor dem VP4, Km 27,5, stand wie jedes Jahr der Doktor. Ohne sein Freigabe war kein Weiterlaufen möglich. Dort war auch ein großes Zelt aufgebaut, um die Läufer/innen zu behandeln. Weiter gab es die Möglichkeit für eine Massage von Mitarbeitern der Firma Perskindol. Da ich bei allen Läufen in Davos immer diese Massage mit ca. 15min eingeplant habe, ist sie Pflicht geworden. Durch das Massieren wird eine Entspannung des Bewegungsapparates erreicht. Ab hier gibt es Coca-Cola Classic und an jeder weiteren Verpflegungsstelle bis zum Ziel. Ab jetzt habe ich nur noch drei Becher Cola bei der Verpflegung genommen. Weiter ging es zum höchsten Punkt der Strecke. Die Zeitmessung erfolgte am Übergang zum Abstieg am höchsten Punkt der Strecke. Nach 5:09:08 Std. Zeitmessung, Tageszeit 15:09 Uhr erreicht ich den Sertigpass, Km28.

Dieses Jahr waren auf der ganzen Strecke, auch beim Abstieg von Sertig, keine Schneefelder vorhanden. Auch regnen sollte es bis ins Ziel nicht mehr. Die Temperatur im Hochgebiet der Berge war mit 12° sehr angenehm und es ging ein sehr leichter Wind. Bis Km 30 war dann der Abstieg über steinige Pfade angesagt. Vorsicht war geboten, um Stürze zu vermeiden. Auch einige Wegstellen standen unter Wasser. Nach Km30 ging es auf dem Wanderweg und durch Wiesen weiter nach Sertig-Dörfli.

Die Zeitmessung Sertig-Dörfli, Km 35, VP5, erreichte ich um 16:20 Uhr, bei einer Laufzeit von 6:19:21 Std. Die letzte Durchgangszeit (Streckenschluss) war auf 18:40 Uhr festgelegt.

Da ich mehr als gut in der Zeit, das Wetter super und ein Zelt von Perskindol aufgebaut war, beschloss ich, hier noch eine Pause einzulegen. Ich fragte im Zelt nach ob eine Massage möglich ist. Ein Mitarbeiter holte einen Stuhl von der Zeitnahme. Jetzt wurden die Muskeln, der Hals und Rückenbereich noch einmal ca.10 min behandelt. So eine Massage ist eine Wohltat für Körper und Seele. Ich bedankte mich für die gute Massage. Er wünschte noch einen guten Lauf. Danach ging das Laufen durch die Wiesen nach Clavadel, Km 43, VP6, vor dem Ziel wie von allein.

Auf den letzten Kilometern auf dem Waldweg oberhalb von Davos, ca. zwei Kilometer vor dem Ziel, konnte man schon den Lautsprecher vom Zielgelände hören. Ich schaute noch mal auf meine Laufuhr und stellte fest, wenn ich die letzten Kilometer um die 7min/km laufe, komme ich noch unter acht Stunden ins Ziel. Ich legte den Km46 in 6:12 min zurück und erreicht das 7:56:44 Std.

Im Ziel wurde wie immer das Erdinger Weizenbier und die Medaille überreicht.

 

Dieser 13. Davos-Lauf war mit Abstand der schönste:

Keine frühe Startzeit. Noch gutes Frühstücken im Hotel. Super Wetter, Sonne sowie eine gute Laufstrecke, sehr gute Verpflegung und Betreuung mit zusätzlicher Massage ohne jeden Stress.

 

Ausblick 2018: Auf ein „neues” im nächsten Jahr, dann mit Dieter zusammen. Die Strecke lasse ich noch offen.

 

Grüezi, wie man in der Schweiz sagt,

Heinz Gollner

 

24h-Lauf am 30.06.2017 im Stadion Rote Erde

Am Freitagabend um 19 Uhr versammelten sich, man höre und staune, 69 Viermärkerin-nen und Viermärker, um am traditionellen 24h-Lauf im Stadion Rote Erde teilzunehmen.

Es wurden insgesamt 1111 Runden gelaufen und gewalkt.

Damit konnte die Viermärker Waldlauf Gemeinschaft eine gute Summe, die vom Verein noch aufgerundet wurde,  zur Spendenaktion beisteuern.

 

 

 

Fotos: Hans-Jürgen Wietasch


Friedenslauf 2017 - Feiertag in Kirchlinde

Für viele Läufer (nicht nur) aus Dortmund ist es zur guten Tradition geworden, den Pfingstmontag beim Friedenslauf in Kirchlinde zu verbringen – wie immer liebevoll betreut von den vielen Helfern des TSV Kirchlinde. Für mich persönlich war es die erste Teilnahme dort und nach langer Verletzungspause der erste Wettkampf im Jahr 2017. Doch was zunächst nur als kleines Trostpflaster für entgangene Laufevents (Venlo!) gedacht war, entpuppte sich dann doch überraschend als schönes Erlebnis. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hatten Stefanie Stumpf und Jörg Huskotte, die für uns Viermärker Läufer und Unterstützer im Anschluss eine nette kleine After- Run-Party mit Grillwürstchen, Bier, mitgebrachten Snacks und Candy Bar (Katja) organisierten.

 

Immerhin 19 Viermärker versammelten sich am Start der landschaftlich schönen Wettkampfstrecke. Bis auf Dirk Görissen, der den Halbmarathon in hervorragenden 1:41 beendete und anschließend seine beiden Söhne beim Schülerlauf anfeuerte, und Caroline Rippert (2. in ihrer AK beim 5 Km-Lauf) begaben sich alle bei herrlichem Frühsommerwetter auf die 10-Km-Distanz.

Das Rennen

 

Mit dem Startschuss wurde für alle die Zeitnahme in Gang gesetzt. Da es in Kirchlinde am Start keine Zeitmatte gibt, galt es auf der Bergabstrecke zu Beginn erst einmal, im Gedränge den eigenen Platz zu finden und in den Rhythmus zu kommen. Nachdem die ersten Engpässe überwunden waren, machten mir die (natürlich scherzhaft gemeinten) Ola-Rufe meiner Viermärker Laufkameradinnen klar, dass ich mich etwas von der kleinen Gruppe abgesetzt hatte. Kurz darauf beschloss auch Michaela, die Allianz zu beenden und zu mir aufzuschließen.

 

Immerhin bis kurz hinter der Kilometermarkierung 7 haben wir dann in schöner Eintracht ein gleichmäßiges Tempo heruntergespult, das wohl letztendlich der Grundstein dafür war, dass wir am Ende beide eine neue Wettkampfbestzeit erzielen konnten. Nach mehrfacher Ermunterung von Michaela beschloss ich dann doch, in der Schlussphase noch einmal richtig Gas zu geben und mich abzusetzen. Das bedeutete in der Endabrechnung für uns beide die „Holzmedaille“ für den undankbaren 4. Platz in unserer AK – viel Pech vor allem für Michaela, da ihre Zeit (als beachtliche 14. der Gesamtwertung) in jeder anderen AK zum Treppchen gereicht hätte, selbst in der Hauptklasse – nur eben nicht in ihrer Altersklasse. Auch wenn es knapp nicht für das Siegerpodest gereicht hat, waren wir trotzdem mehr als zufrieden mit unserem Lauf.

Tolle Erfolge

 

Zufrieden sein konnten aber auch die anderen Viermärker. Für die herausragende sportliche Leistung (neben Dirks tollem Halbmarathon) sorgte einmal mehr Claus Wieczorek, der in exzellenten 41:13 nicht nur Gesamtsiebter wurde, sondern auch die Konkurrenz vom LT Bittermark in der Altersklasse um 5 Sekunden niederringen und damit den Sieg einfahren konnte. Tochter Pauline wollte da nicht zurückstehen und sicherte sich gleichfalls den ersten Platz in der U20-Kategorie.

 

Hinzu kamen beachtliche Podiumsplatzierungen für Donald Sapsford und Gisela Wencker, die sich in ihrer AK nur Altmeisterin Rita Nowottny-Hupka geschlagen geben musste sowie überraschend und erfreulicherweise für Heike Sauerländer und Katja Köhne. Alle Ergebnisse in übersichtlicher Form finden sich wie immer >>>hier.

Foto: TSV Kirchlinde
Foto: TSV Kirchlinde

Doch bei allen sportlichen Erfolgen wurde der Tag erst so richtig abgerundet durch das gemütliche Beisammensein bei herrlichem Grillwetter in Stefanies idyllischem Garten - Danke dafür!                                                                                                                         Paul Bischof

Harzquerung 2017

Ein Landschaftslauf auf den Waldwegen von Wernigerode nach Nordhausen

Auch 2017, am letzten Wochenende im April, stand meine 4. Querung des Harzes von Nord nach Süd, fest im Plan. Den Harz mag ich sowieso, und einen langen Lauf vor Davos wollte ich ja auch noch machen.

 

Dieses Jahr habe ich mir keine Unterkunft gesucht, sondern bin die ca.320 Km mit dem Auto gefahren. Also war die Nacht bereits um um 3 Uhr vorbei und eine Fahrzeit von ca. 3:30 Stunden stand an. Um 7:30 Uhr erreicht ich den Parkplatz am Organisationsbüro. Die Ausgabe der Startnummer sowie die Buskarte für die Rückfahrt von Nordhausen und den Gepäckanhänger für die Sachen zum Duschen, Wechselkleidung und der Wertsachen war in der Turnhalle. Im LKW vor der Halle konnte man die Sachen abgeben. Hier wurde schon die Tradition des Laufes sichtbar, keine Läufermesse, keine Chips für die Zeitnahme, keine Sponsoren-Reklame, keine Wundmittel-Verkaufsstände, kein „Volksfest” drum herum. Statt dessen alles angenehm familiär. Kein Schlange an der Startnummernausgabe, hier und da handgeschriebene Infozettel, alles ging flott und unkompliziert. Ich bemerkte auch hier bereits den „Ultrageist”, von dem ich schon oft geschrieben hatte. Die Masse der Läuferinnen und Läufer war gesetzten Alters, viele kannten sich von früheren Abenteuern und freuten sich über das Wiedersehen. Auch ich traf den einen oder anderen Bekannten.

 

Der Tag versprach feinstes Laufwetter! Kühl, Sonne und frischer Wind, bei diesen Bedingungen startete der Lauf. Über 600 Berg- und kilometerhungrige Leute machten sich auf die 51 Kilometer, und weitere auf die 25-Km-Wegstrecke. Keine Ansprache, keine La-Ola, nö, es knallte einfach und los ging es. Zielvorgabe war, dieses Jahr unter 7 Stunden zu bleiben.

 

Der Berg kippt!

 

Das war das Motto der ganzen Strecke!!! Wenn dieser Ausruf zu hören war, war das Ende eines steilen Anstieges in Sicht. Mit dem Ergebnis, dass es fortan einige Kilometer ebenso steil bergab ging und der Ahnung, dass der Berg bald wieder in die andere Richtung kippen würde. Steile Pfade, Wurzeln, Schlammlöcher, schmierige Brücken, auch mal ein Bahndamm, das waren die Tücken des Tages, mit denen zu kämpfen war. Ich verliebte mich schon nach wenigen Kilometer in diese Strecke, da sie sehr viel Abwechslung pur und immer wieder Ausblick in die herrliche Landschaft gibt. Dabei hammerhart im Profil und aufgrund der Beschaffenheit mit dem Anspruch an höchste Konzentration auch nach vielen Stunden des Laufens. Die Harzquerung hat alle Elemente drin, die man auch in Davos braucht! Nur Davos ist noch eine Nummer größer wegen der Höhenlage auf 1650 m ü.M. sowie die Länge der Strecke des K78 mit Keschhütte 2632m ü.M. bei Km 52,9 sowie Passüberquerung zum Sertig 2739 m ü.M. bei Km 58 anschließend sind noch 7 Km bergab über Schneefelder, Steinfelder und in hochalpinem Gelände zurückzulegen.

 

Ich habe mich nur immer wieder gefragt, woher die Erfinder dieser Strecken wussten, dass alle diese Pfade irgendwann ins Ziel führen würden! Eigentlich unglaublich.

Ich arbeitete mich also Kilometer für Kilometer voran und war guter Dinge, unter 7 Stunden ins Ziel zu kommen. Auch nahm ich mir Zeit an den toll bestückten Verpflegungsstellen. Man muss sich nur vorher informieren, wo diese sind. Hier gibt es kein festes Raster wie bei einem Straßenlauf, sondern die Verpflegungsstellen sind dort, wo man sie am besten aufbauen konnte, meist in kleinen Dörfchen. Allerdings eben im Abstand von 10-12 Kilometern. Da sollte man wenigsten die Trinkflasche für zwischendurch dabei haben, sonst wird es eng. Ab Km 35 wird es noch einmal körperlich und mental sehr schwer, bis man bei Km 39 den Poppenberg als höchsten Punkt der Strecke erreicht hat. Jetzt geht es bis Neustadt. Km 43: letzter Verpflegungspunkt und nur noch bergab.

 

Am Verpflegungspunkt gab es alle Getränke wie Cola, Wasser usw., Obst und Brot waren auch reichlich vorhanden. An der letzten Getränkestelle in Rüdigdorf wurde ich von einer jungen Frau angesprochen, die zum ersten Mal bei der Harzquerung war, ob sie noch unter 7 Stunden das Ziel erreichen kann.

 

Ich schaute auf meine Uhr, und da ich die Strecke ja kannte, sagte ich, dass wir unter 7 ankommen werden. Wir liefen dann gemeinsam die Kilometer bis zum Ziel. Die Zielgerade im Albert-Kuntz-Stadion konnten wird in aller Breite nutzen, da wir allein waren.

 

Super Tag: „Ziel erreicht”

 

Nach dem Duschen und dem Umziehen wurde noch eine gute Erbsensuppe sowie ein Schwarzbier genossen und der Weg zum Bus angetreten. Die Busfahrt ist immer wieder noch etwas Besonderes, da diese zurück über die Bundesstraßen B81, nach Benneckenstein (Ziel 25 Km) B242, Königshütte, Elbingerode B244, zum Parkplatz Ziel B6, Wernigerode führt.

 

Die Rückfahrt nach Dortmund mit dem Auto endete diesmal ohne jeden Stau, um 20:45 Uhr war ich wieder zu Hause.

 

Auch in diesem Jahr war es wieder ein super Landschaftslauf, den ich nach 51 Km in 6:48:34 Stunden bei schönem guten Wetter beendete.

 

Mit Sportlichen Gruß

Heinz Gollner

Hermannslauf 2017

Vier gegen Hermann

Ich hatte mich – jetzt schon zum vierten Mal – für den Hermannslauf angemeldet, und dachte, dass ich diesmal wieder mit Leuten aus anderen Vereinen fahren würde.

 

Höchst erfreulicherweise haben aber Michaela und Thorsten ebenfalls das schmale Zeitfenster (diesmal ganze 11 Stunden) genutzt, um sich anzumelden. Natürlich war klar, dass wir zusammen fahren wollten.

 

Eine Woche vor dem Lauf sprachen die beiden beim Zertifikatslauf darüber, und irgendetwas setzte sich dabei in Akke fest – sie wollte auch mitlaufen. Dank Ebay-Kleinanzeigen gelang es ihr dann am Montag, auch noch einen der begehrten Startplätze zu ergattern. Ganz schön mutig – bisher war die Halbmarathondistanz ihre längste Strecke gewesen. Aber den Mutigen gehört ja bekanntlich die Welt. Normalerweise hätte ich Bedenken gehabt, mit jemanden ohne Erfahrung auf den längeren Strecken dahin zu fahren, aber Niederländer solle ja genau so stur wie Westfalen sein – und das ist das worauf es ankommt.

 

Netterweise fuhr Thorsten uns am Sonntagmorgen über die endlich mal leere A2 nach Bielefeld. Wir parkten auf dem bewährten Platz am Real – zwar ein Kilometer zur Nummernausgabe zu laufen, aber ohne Stau und ohne Stress. Die Startnummernvergabe war wie immer professionell und problemlos, und genau so war das Ummelden für Akke, die sich noch ein passendes Shirt sicherte.

 

Dann stellten wir uns an den Bussen an, die die Läufer an den 30km entfernten Startplatz am Hermannsdenkmal bringen. Zwar verfuhr sich unser Bus ein wenig, aber es blieb immer noch genug Zeit, um am Start entspannt rumzulungern.

 

Dann ging es um 11:00 endlich los – die schnelle Gruppe startete, dann die zweite Gruppe danach. Ungeduldig warteten wir, bis wir gegen 11:20 auch endlich die Startlinie passierten.

 

Über die Strecke habe ich ja schon 2014 etwas geschrieben (ist im Archiv nachzulesen) – es ist kaum ein Kilometer wie der davor. Leider hatten wir uns voller Bescheidenheit ziemlich weit hinten angestellt, und daher mussten wir zu Anfang ein paarmal warten, bis sich die Läufermassen auf einen schmalen Weg eingefädelt haben – der erste Kilometer hatte daher 8 Minuten gebraucht. Außerdem haben wir etliche Leute überholt. Auf den Waldwegen, die vier bis fünf Läufern nebeneinander Platz bieten, ist das immer ein kleiner Spurt, um vorne wieder einzuscheren. Das haben wir etliche Male gemacht. Thorsten und Michaela haben wir in der Menge bald aus dem Blick verloren.

 

Wie immer waren viele Leute an der Strecke um Bekannte und Unbekannte anzufeuern. 31 Kilometer sind ganz schön lang, insbesondere, wenn es immer wieder zwischendurch aufwärts geht. Die erste Hälfte bis Oerlinghausen haben wir dann aber gut hinter uns gebracht. An diesem Tag ist in dem Ort so viel los wie wahrscheinlich im ganzen Jahr sonst nicht, und einige gastronomische Betriebe machten auf ihre Angebote dadurch aufmerksam, dass der Duft von Gebratenem nach draußen wehte.

 

Das motivierte uns offensichtlich, denn auf den restlichen 13 Kilometern waren wir schneller als auf dem ersten Stück. Auf dieser zweiten Hälfte hat man dreimal Treppen, die man hochgehen muss, weil es relativ schmal und dadurch voll ist. Tapfer spulten wir die Strecke runter, die bei jedem Kilometer angebrachten Entfernungsangaben liefen durch die Zwanzigerzahlen immer weiter hoch. Dann kam endlich, endlich die letzte kleine Steigung, und dann ging es die letzten anderthalb endlos erscheinenden Kilometer geradeaus über die „Promenade“ ins Ziel.

 

Hier haben wir schnell Michaela und Thorsten wiedergetroffen, die schon ein paar Minuten vor uns da waren. Thorsten hatte bei km 26,5 Bekanntschaft mit einem Stein gemacht, der plötzlich aus der Erde hervorguckte und ihn zu Fall brachte und Hose und Haut zerstörte. Sehr eigenartig – letztes Jahr hatte wahrscheinlich derselbe Stein mich erwischt. Ich denke, er mag einfach keine Dortmunder Läufer leiden. Thorsten ließ sich davon aber nicht beeindrucken, sondern legte kurz vor dem Ziel noch einen kleinen Spurt hin, um dann festzustellen, dass man im dem Trubel nach dem Einlauf das Rote Kreuz nicht findet. Naja, ging auch so.

 

Nach einer kleinen Pause holten wir unsere am Start abgegebenen Beutel ab und gingen gemächlich zurück zum Auto, wo es Siegersekt und einen kleinen wohlverdienten Imbiss gab.

 

Dann ging mit der Heimfahrt ein schöner Tag mit optimalem Laufwetter zu Ende.

 

Ich hoffe sehr, dass euch dieser Bericht denken lässt, dass ihr das doch auch mal mitmachen könntet. Ich fände es jedenfalls schön, wenn wir beim nächsten Mal eine noch größere Gruppe wären. Anmeldung ist immer am ersten Sonntag im Jahr ab Mitternacht – man bleibt besser wach. Letztes Jahr war der Lauf um 3:55 Uhr ausgebucht.                                        Peter Furlan

Peter Furlan, Michaela Rippert, Akke Gehrke und Thorsten Rippert (v.l.)

Die verdiente Stärkung nach dem Lauf


Venloop 2017 - Grenzenlose Sportbegeisterung

Manche erfuhren es während ihres Sommerurlaubs über eine WhatsApp-Gruppe der Viermärker. Andere, Halbmarathon die während ihrer Läufe immer noch genug Luft für ein Schwätzchen haben und dabei gerne neue Ziele ins Auge fassen, hatten beschlossen es zu versuchen: einen Startplatz für den in Venlo zu ergattern. Die Anmeldung war ab 1.8.16 geöffnet und wer zu lange überlegte, hatte das Nachsehen. Bereits am 2.8. abends war die Anmeldung geschlossen und alle 9750 Halbmarathon Startplätze vergeben. Um die Atmosphäre in Venlo dennoch zu erleben, entschieden sich einige dann für den 10 km Lauf. Ab Januar 2017 wurde sich dann gezielt mit einem Plan für den Start am 26.3. vorbereitet. Dienstags Laufgruppe, donnerstags Tempotraining , samstags nach Wahl und sonntags lange und langsame Läufe. Zum Glück spielte das Wetter mit und nur einmal fiel das Training aufgrund von Sturm aus.

 

Bei der 12. Auflage des Venloop in der Stadt an der Maas mit 100.000 Einwohnern gingen in vier Tagen über 21.000 Menschen in unterschiedlichen Disziplinen an den Start. Über ein Drittel der Teilnehmer kam hierbei aus Deutschland. Durch eine hervorragende Kooperation mit den Läufer/innen vom LT Wischlingen und LT Bittermark konnten zwei Busse organisiert werden. Der erste Bus setzte die Läufer/innen ca. 2 km vom Veranstaltungsort entfernt ab. Von hier aus fuhren regelmäßig Shuttlebusse oder die Strecke konnte auch gut zu Fuß zurückgelegt werden. Nachdem der Startschuss um 12:00 Uhr für den zweitgrößten Teilnehmermagneten (mit über 5.700 Finishern) gefallen war, schob sich der Läuferstrom zuerst über die Haupteinkaufsstraßen direkt durch die Innenstadt. Die Zuschauer standen in Fünferreihen dicht gedrängt und quer durch alle Altersgruppen wurden niederländische Fähnchen geschwungen. Über die gesamte Strecke hatten die Einwohner von Venlo ihre Häuser und Balkone bunt geschmückt und es gab nicht einen Meter, auf dem man nicht von begeisterten Zuschauern, Livemusik oder laut dröhnender Musik aus zahlreichen Lautsprechern angefeuert wurde. Jörg Huskotte erreichte das Ziel nach 44:59, Henrik Mielsch in 55:08, Beate Mielsch brauchte 55:24, Katrin Lichterfeld 58:20, Uwe Brandt 1:01:28, Silke Rosenstengel benötigte 1:02:24, Heike Kemming 1:07:00 und Stefanie Stumpf 1:20:29. Wer hätte gedacht, dass diese Stimmung für die Hauptattraktion des Tages mit fast 7.500 Finishern noch gesteigert werden konnte.

 

Der Bus mit den Halbmarathon-Läufern kam gegen 12:30 Uhr in Venlo an, so dass noch genügend Zeit bis zum Start um 14.00 Uhr war. Die Stimmung beim Start begleitet von Musik, Sambatänzerinnen und einem tollen Publikum, ließ erahnen, was uns an Begeisterung seitens des Publikums während fast der gesamten Strecke erwartet. Es war eine phänomenale Volksfeststimmung entlang der gesamten Strecken. Ganz Venlo war auf den Beinen und feuerte die Läufer gegeistert an. Die meisten von uns gingen den Lauf erstmal langsam an, da wir durch das Wintertraining doch etwas Respekt vor dem sonnigen und warmen Wetter hatten. Aber es lief sehr gut. Die letzten km vor dem Ziel in Venlos Innenstadt wurden wir praktisch durch die begeisterten Menschenmassen ins Ziel gejubelt. Michael Mowe in 1:40:48, Petra Schneider bei ihrem ersten Halbmarathon in tollen 1:54:10, Michaela Rippert 1:55:05, Heike Sauerländer 1:56:30, Akke Gehrke 1:56:42 vor ihrem Mann Uli Gehrke 1:56:50, gefolgt von Thorsten Rippert 1:58:48, Dirk Ruttke 1:59:53 sowie Peter Furlan 2:05:59 und Katja Köhne 2:14:51. Im Ziel wurde jeder Finisher von netten Herren in Frack und Zylinder mit Medaille und Glückwünschen empfangen.

 

Danach sammelten wir uns und gingen gemeinsam die kurze Strecke zurück zum Bus, wo bereits die 10 km-Läufer/innen angefangen hatten, gemeinsam mit den Läufer/innen von LT Wischlingen und LT Bittermark, die die Busfahrt hervorragend organisiert haben, das tolle mitgebrachte Büfett aufzubauen. Gegen 18.00 Uhr fuhren die Busse mit müden aber glücklichen Läufern wieder Richtung Dortmund. Es war ein sehr schöner Tag mit einem tollen Lauf, der gerne wiederholt werden kann. Die Anmeldung für Venloop 2018 ist ab 1.8.17 freigeschaltet.

Katrin Lichterfeld und Michaela Rippert